Amkeni – Tansania – unser erster Direktimport

amkeni v2Wir haben einen neuen Kaffee im Portfolio, einen Kaffee, auf den wir besonders Stolz sind, denn es ist unser erster Direktimport.

Der Kaffee heißt Amkeni, und er kommt aus Tansania direkt vom Kilimanjaro. Die nächst gelegene Stadt heißt Moshi und hat ca. 160.000 Einwohner.

039ee5c4a19a4fac2922ea5981e207de
Kaffeestrauch mit grünen Kaffeekirschen vor der Aufbereitungsstation

Der Kontakt kommt über einen Herren namens Godwin zu Stande, der – wie so viele Leute es tun – Rohkaffeeproben von dem Kaffeeproduzenten aus seiner Heimatstadt mitgebracht hat. Meistens sind die Proben, die wir einfach so bekommen, nicht wirklich vielversprechend. So liegen sie schon einmal im Regal, bis wir dazu kommen, sie zu rösten und dann zu evaluieren.

21b47b4bd9e152a7f4520c5828283cb30ed012b3a7a14c54d8d359d53ba6a8d3Godwin bohrte und fragte, was mit seinem Kaffee sei, ob er uns gefalle. Wir konnten das lange nicht beantworten und selbst wenn wir ihn für gut befunden hätte, ein Kaffee-Direkt-Import war für uns nicht unbedingt der nächste Schritt – auch wenn wir gerne die Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette hätten. Stattdessen vertrauen wir auf die Arbeit diverse Importeure, die sich auf das Finden und die Produktion von besonderen Kaffees konzentrieren.

Außerdem haben wir schon oft die Erfahrung gemacht, dass wir bei afrikanischen Kaffees eher in Äthiopien und Kenia, in letzter Zeit  auch in Runde und Burundi unterwegs waren. Tansanias waren irgendwie entweder nicht auf dem Tisch oder nicht besonders aussagekräftig. Wir lieben Vielfalt und sind über jeden Kaffee dankbar, den es gibt und wir suchen diejenigen Kaffees aus einem Land, die das typische Profil herausbringen, ordentlich geerntet und aufbereitet wurden, so dass keine Defekte im Getränk erkennbar sind, und die gleichzeitig komplexe Aromen haben. Wir verkaufen Kaffees aufgrund von solchen komplexen Aromen. Sie sind selten und aufwändig zu erhalten. Für uns sind solche Kaffees der beste Grund, Prämien zu zahlen – und die Produzenten zu fördern, die auf Qualität ausgerichtete Produktion aufrecht zu erhalten und zu verbessern.

3c647872ed0e1a1a5cf763a8e848f967Kaffees aus Tansania waren oft eher nicht so extrem komplex. Schöne Kaffees, aber nicht so viel „noise“ in der Tasse. Wir haben das Ursprungsland nicht so wirklich auf dem Schirm gehabt, nicht weil die Kaffes schlecht gewesen wären, aber weil es andere gibt, die für ähnlich viel Geld, mehr Flavour bieten. Hinzu kommt, dass unserer Kaffees mit besonders viel davon eher weniger gut gehen weil sie meistens (zum Glück) dramatisch teurer sind als Standards. Für einige ist Komplexität auch eher befremdlich, nicht jeder Kaffee schmeckt jedem gleich. Wir lieben Vielfalt.

2c27a43906c712913080d541a60e4be4Jedenfalls wollte Godwin unbedingt Feedback zu seinen Kaffees haben und sie uns idealerweise vermittlen, weil er so die Produzenten aus seinem Heimatdorf stärken und mit Abnehmern vernetzen will. Irgendwann habe ich die Proben geröstet und dann haben wir sie auch verkostet – sie waren absolut magisch!

Nicht nur waren die Kaffees frei von Defekten, sondern hatten viele verschiedene komplexe Aromen. Wir sind selbst heute überrascht, was wir noch alles entdecken in dem Kaffee:

10f55f16322de1a6664053ec237df129Himbeere, Mango, Toffee, Vanille, Honig, Johannisbeere, Zitrus. Gleichzeitig ist der Kaffee sehr süß und hat eine ausgewogene Säure, oft ein Problem bei Kaffees aus Kenia, die eine ähnliche Charakteristik haben – liegt ja auch direkt daneben.

Wir haben den Kaffee daraufhin besorgt – versteht sich. Da wir keinen Importeur finden konnten, der noch Platz in einem Container für den Seeweg hatte, haben wir ihn kurzerhand einfliegen lassen – ging schnell, und er kam direkt nach Frankfurt. So konnten wir die Importsachen vor Ort klären.

Hier ein paar Infos zum Kaffee:

  • Anbauland: Tansania
  • Stadt: Moshi
  • Produzent: Amkeni Coffee Group
  • Varietät: Bourbon
  • Aufbereitung: gewaschen
  • Anzahl der Bauern: 40
  • Anbauhöhe: ca. 1800m

Der Kaffee ist gewaschen aufbereitet und wird auf erhöhten (afrikanischen) Betten getrocknet und dort nachsortiert.

Wir sind wirklich sehr angetan von dem Kaffee und obwohl er schon sehr beeindruckend ist, sehen wir noch sehr viel Potential.