Besuch beim Weidenhof, unserem Milchlieferanten, im August 2016

Hoppenworth & Ploch @Weidenhof

Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen… Mühe!

Im täglichen Betrieb fehlt oft die Zeit, parallel zur Zubereitung leckerer Getränke über das zu sprechen, was dazu notwendig ist, eben diese Qualität zu ermöglichen. Der heutige Post soll euch Einblick in einen ganz wichtigen Teilbereich unseres Wareneinkaufs geben – DIE MILCH.
Milchdrinks sind immer noch der größte Teil nachgefragter Kaffeeprodukte in Cafés. Und bei uns sind sie das auch aus gutem Grund, denn wir verwenden seit Beginn von Hoppenworth & Ploch eine ganz besondere Milch: Dies ist die Milch vom Weidenhof in Wächtersbach.

Welche Milch schmeckt (uns) am besten?

Ursprünglich sind wir auf den Betrieb aufmerksam geworden, da er zum einen der (mittlerweile) einzige Vorzugsmilchbetrieb Hessens ist und zum anderen, da sich die Milch in einer Verkostung gegen verschiedenste andere Milchsorten durchgesetzt hat.
Seitdem arbeiten wir mit dem Weidenhof zusammen und empfehlen ihn an unsere Gastronomiepartner weiter. Fast in jedem Café, das unsere Bohnen ausschenkt, findet ihr auch die Milch vom Weidenhof! Im August 2016 während der Sommerurlaubsphase haben wir es endlich geschafft, den Hof mal wieder zu besuchen, ein paar Schnappschüsse für euch zu machen und den Kontakt zu pflegen.

Sind die Kühe auch glücklich dort?

Für euch ist wahrscheinlich am wichtigsten: Wie steht es mit der Qualität der Tierhaltung? Für die milchgebenden Kühe ist vor allem wichtig, dass sie es im Stall bequem haben, denn während der Laktation gehen sie nicht auf die Weide. Dazu sind alle Gehege (Liegeboxen, Laufboxen, Trageboxen) üppig ausgelegt mit Stroh. Außerdem handelt es sich bei dem Stall um ein offenes Gebäude mit Tageslicht. Die Kühe können somit nach Belieben in den äußeren Teil des Hofes gehen und Sonne tanken oder sich im Regen abkühlen. Befinden sich die Kühe nicht in Laktation, teilen sie sich zusammen mit den ca. 100 Bullen des Hofes die 20 Hektar Weidefläche.
Dass die Kühe glücklich und gesund sind, schmeckt man dann auch in der Milch. Diese hat übrigens einen Fettgehalt je nach Jahreszeit zwischen 3,8 und 4,1 % – im Winter ist sie fetter :).

Der Weidenhof wächst und investiert in erneuerbare Energien

Auch Dank seines mutigen Weges, Milch statt an Molkereien direkt an Gastronomen zu verkaufen, ist der Weidenhof auf Expansionskurs. Als wir 2009 das erste Mal Milch von dort bekamen, befanden sich noch 120 Milchkühe auf dem Hof, mittlerweile sind es 200, Tendenz steigend.
Investiert hat der Weidenhof vor einigen Jahren auch in eine Biogasanlage. Die Kloake wird dort vor der Ausbringung auf dem Feld von Bakterien zersetzt. Es entsteht Wärme, die zum Heizen verwendet wird, und Methan, das einen Generator befeuert. Durch die zwei Energieformen benötigt der Weidenhof keine externe Strom-, Gas- oder Wärmezufuhr.

Wir sind super froh, dass wir eine so lange, stabile und fruchtbare Beziehung zum Weidenhof haben, und freuen uns auf viele weiteren Jahre!