Fazenda Capim Branco – Brasilien

Die Fazenda Capim Branco gehört der Andrade-Familie seit 1901. Die liegt und er hohen, grünen, Cerrado Mineiro Region im Norden des Bundesstaates Minas Gerais an der Grenze des Bundesstaates Bahia.

Die Böden der Fazenda Capim Branco sin vulkanisch und ein Großteil der Farm ist mit Yellow Catuaí bepflanzt, die in dieser Umwelt gedeiht. Der Kaffee wird als natural aufbereitet und auf einem Patio getrocknet, was im Gegensatz zur sonst verbreiteten Pulped-Natural-Methode süßere und fruchtigere Kaffees produziert.

Sobald die Bohnen den gewünschten Feuchtigkeitsgehalt erreichen, werden sie entpulpt, nachsortiert und gescreent (nach großen sortiert).

Die Fazenda Capim Branco hat ein Ernte-Zyklus-System, bei dem Setzlinge im Frühsommer gepflanzt werden und individuelle Flurstücke rigoros kontrolliert werden.

Wir dachten, es wäre Zeit für einen Brasil und da wir dieses Jahr von unserem befreundeten Röster und Importeur keine Bob-o-Links bekommen können, mussten wir uns auf die Suche begeben und sind froh die Fazenda Capim Branco entdeckt zu haben.

Er ist ein typischer Brasil, aber gleichzeitig hat er Anklänge eines äthiopischen Naturals. Er hat den zimtigen, schokoladigen Grundcharakter mit fruchtigen Noten. Die Süße ist phänomenal, die Säure sehr ausbalanciert und der Body hoch.

Wir werden mit dem Kaffee vor allem als Espresso arbeiten, entweder als Single oder wieder als Teil eines Blends.

  • Kaffee: Fazenda Capim Branco Natural
  • Farm: Fazenda Capim Branco
  • Varietäten: Yellow Catuaí
  • Aufbereitung: Natural
  • Anbauhöhe: 1,100m
  • Inhaber: Ismael & Eduardo Andrade
  • Stadt: Carmo do Paranaiba
  • Region: Cerrado Mineiro
  • Land: Brazil

Musasa Dukundekawa – Ruanda

Unser erster Ruanda, den wir roh selbst einkaufen und rösten. Ruandas sind auch in der Regel sehr schöne typisch afrikanische, komplexe, fruchtige und saubere Kaffees, wenn alles in der Wertschöpfungskette stimmt. Hin und wieder hat man eine „Kartoffel“. Das ist ein Defekt, der typisch für Kaffees aus Ruanda und Burundi sind. Dieser hier hat diesen Defekt natürlich nicht, weil er extrem penibel gepflückt, nach sortiert und aufbereitet wird.

Dieser Kaffee stammt von der Musasa Dukundekawa Kooperative und wird in der Nkara Aufbereitungsstation produziert, die ca. auf 1800m Höhe liegt. Dort arbeiten während der Erntesaison ca. 53 Menschen sowie 4 Leute das ganze Jahr über.

Die Kooperative liegt hoch in Ruandas zerklüftetem Nord-Westen. Es war die dritte Aufbereitungsstation, die von der Kooperative im Jahr 2007 gebaut wurde. Finanziert wurde der Bau von den Erlösen der anderen beiden Stationen sowie mit Hilfe eines Bankkredits.

Mit den 3 Aufbereitungsstationen ist die Musasa-Dukundekawa-Kooperative eine der größeren Kooperativen mit 2100 Mitgliedern in der Erntesaison 2012/2013. Zusätzlich kauft die Station Kirschen von ca. 50 Nicht-Mitglieds-Farmern in der Region.

Die meisten Kleinbauern besitzen weniger als einen viertel Hektar Land mit jeweils durchschnittlich 250-300 Kaffee-Sträuchern sowie anderen Kulturen wie Mais oder Bohnen zur Selbstversorgung. Die Musasa Dukundekawa Cooperative gibt kleinen Bauern die Chance, deren Ernten zentral aufzubereiten. Vor der Etablierung von Aufbereitsungsstationen wie der der Kooperative war es für Kleinbauern in Ruanda an der Tagesordnung, halbaufbereitete Kirschen an einen Mittelsmann zu geben – der Markt wurde von einem einzigen Exporteur dominiert. Dieses „Rohstoff-fokusierte“ System – zusammen mit sinkenden Weltmarktpreisen in den 1990er Jahren – schuf schwere Notstände bei den Farmern, weshalb einige sich vom Kaffeeanbau abwandten.

Durch die Arbeit für die Musasa Dukundekawa Kooperative haben die Bauern ihr Einkommen sich mindestens verdoppeln sehen und die Kooperative produziert Jahr für Jahr außergewöhnliche Lots für den Spezialitätenkaffeemarkt.

‘Dukundekawa’ bedeutet „lasst und Kaffee lieben“ auf Kinyarwanda, Ruandas Amtssprache – in Anlehnung an die Kraft des Kaffees, die Leben von denjenigen, die in ländlichen Gemeinschaften leben, zu verbessern.

Das Niveau an Sorgfalt, das Nkara bei der Aufbereitung an den Tag legt ist beeindruckend. Die Kirschen werden nur dann handgepflückt, wenn sie vollständig reif sind und dann am selben Abend mechanisch entpulpt. Der Entpulpet unterteilt die Bohnen in drei Gewichtsklassen. Danach wird der Kaffee über Nacht fermentiert (ca. 12 Stunden) und dann noch einmal nach der Floaters und Sinkers-Methode sortiert. Das „parchment“ wird dann für 18-24 Stunden getaucht.

In den meisten Aufbereitungsstationen übernehmen Frauen die Handsortierung. Dies findet in 2 Stufen statt – auf den überdachten Vor-Trocknungs-Tischen und auf den Trockungstischen. Von den Fermentationstanks gehen die Bohnen auf die Vor-Trocknungstische, wo sie 6 Stunden lang nachsortiert werden. Die Idee dahinter ist, dass unreife (grüne) Bohnen immer noch sichtbar sind, wenn sie feucht sind. Die Dächer schützen sie vor direkter Sonneneinstrahlung. Auf den Trockungstischen liegen die Bohnen dann für 14-20 Tage (je nach Wetter), werden nochmals auf Defekte sortiert, regelmäßig gewendet und bei Regen und starker Mittagssonne abgedeckt. Anschließend wird der Kaffee noch mit der Pergamenthülle in einem kleinen Lager Nkaras gelagert und anschließend in Kigali noch einmal final sortiert und das Pergament entfernt.

Unser Importeur kauft nun bereits das 6. Jahr Kaffee von der Musasa-Kooperative und wir freuen uns, dass wir den Kaffee dieses Jahr im Portfolio haben.

In der Tasse erleben wir sehr viel Komplexität, typisch für afrikanische Kaffees. Wir hatten Assoziationen von Reifen Kirschen, Zitrus und Karamell. Dennoch ist der Kaffee sehr süß und die Säure ausbalanciert bei einem mittleren Körper.

  • Kooperative: Musasa Dukundekawa Kooperative
  • Aufbereitungsstation: Nkara
  • Farm: Ca. 315 der 2,100 Kooperationsmitglieder reichen den Kaffee von ihren Anbaugebieten ein + Unabhängige
  • Varietäten: 100% Red Bourbon
  • Aufbereitung: gewaschen und auf erhöhten Betten getrocknet
  • Inhaber: Musasa Dukundekawa Kooperative – ca 2,100 Kleinbauern
  • Höhe der Aufbereitungsstation: 1,800 metres above sea level
  • Höhe der Kaffeesträucher: 1,800 – 2,000 m
  • Region: Ruli Sector, Gakenke Distrikt
  • Land: Rwanda

Karimikui AA 2013 – Lot A58 – Kenia

Die Karimikui Farm wurde 1976 gegründet und wird von Kleinbauern bewirtschaftet.  Sie liegt im Kirinyaga Distrikt Kenias und ca. 190km nördlich von Nairobi.  

Die Farm bietet Aussicht auf die berühmte Elefanten-Route, die Aberdare und den Mt Kenya-Forest miteinander verbindet. Neben Elefanten gibt es einige andere wilde Tiere wie Büffel, Antilopen oder Affen in dem Gebiet. Diese finden öferts ihren Weg auf die Farm, um darauf zu weiden oder an den Kaffee-Kirschen zu nagen.

Wir freuen uns, mal wieder einen Kaffee aus Kenia im Portfolio zu haben. Kenias sind allgemein sehr komplexe Kaffees mit mittlerem Körper, viel Säure, aber dafür einer ordentlichen Portion Flavour, ohne unsauber zu werden wie manche (äthiopischen) naturals. Typisch für Kenias: Rhabarber, Johannisbeere oder Tomate.

Dieser hier geht eher in die Richtung schwarze Johannisbeere. Besonders wenn er ganz kalt ist, schmeckt wer wie Johannisbeersaft, was ihn quasi auch zum Cold Brew prädestiniert.

  • Kaffee:  Karimikui AA 2013 – Lot A58
  • Farm: Karimikui factory
  • Varietäten: K7,SL 28 and SL32
  • Aufbereitung: gewaschen, auf afrikanischen Betten getrocknet
  • Inhaber: verschiedene Kleinbauern
  • Anbauhöhe: 1900m
  • Stadt: Embu
  • Region: Kirinyaga Distrikt
  • Anbauland: Kenya
  • Gesamtgröße der Farm: 456 hectares
  • Größe des Anbaugebiets: 400 hectares
  • Erntesaison: April-Sept (früh) Oct-Dec (Hauptsaison)