Manantiales – Kolumbien Geisha & Castillo

Wir haben gleich zwei Lots von der Farm Manantiales del Frontino im Valle del Cauca. Das erste ist eine Castillo-Varietät, der andere eine Geisha!!

Die Manantiales del Frontino-Farm

Die Farm Manantiales del Frontino liegt im Valle del Cauca in einer Höhe zwischen 1500 und 1950m. Deren lage und Höhe geben der Farm ein Mikroklima, das sich dadurch kennzeichnet, dass die Kaffeepflanzen keine direkte Sonn
abbekommen. Dies liegt daran, dass morgens Nebel am Hang liegt, und die Sonne nachmittags hinter einem Berg verschwindet. Diese speziellen Bedingungen helfen den Kaffeebohnen, langsam zu wachsen und möglichst süße Eigenschaften zu bekommen.

manantialesJorge Isaza und Maria Mercedes Grajales arbeiten seit mehr als 9 Jahren Hand in Hand mit der lokalen Gemeinde daran Jobs zu schaffen und die Arbeiter gleichzeitig auszubilden.

Ein Teil der
Farm ist ein naturbelassener Regenwald. Darin befinden sich 16 Quellen, was für einen konstanten Wasserfluss sorgt. Davon profitiert nicht nur die Farm, sondern auch die lokale Gemeinde. Alle beteiligten sind sich über den großen Wert dieser Quellen bewusst und tun ihr Möglichstes, um sie nicht zu zerstören.

Auf der Farm gibt es keine Monokulturen und die Kaffeepflanzen teilen sich den Platz mit verschiedenen anderen Bäumen und Ernten. Die Farm ist in Micro-Lots separiert, was eine genaue Rückverfolgbarkeit ermöglicht.

Und wir haben zwei dieser Lots:

1. Castillo

manantialesCastillo ist eine recht neue Varietät in Kolumbien und quasi die „Nachfolgevarietät“ von Caturra. Sie wurde gezüchtet, um der Ausbreitung von Blattrost Herr zu werden, was zu dramatischen Ernteausfällen seitens der Farmer führt.

Der Castillo ist ein eher klassischer Kaffee mit typischen Eigenschaften von Kolumbianischen Kaffees. Er ist gewaschen aufbereitet und dadurch sehr clean. Die Säure ist aber sehr im Rahmen und ausgewogen und das Aromenspektrum ist eher klassischer: süß, milchschokoladig.

manantiales
2. Geisha

Die Geisha ist eine Varietät, die in der Welt für Specialty Coffee für Furore sorgt. Ursprünglich wurde auf der Hacienda Esmeralda in einem abgelegenden Winkel der Farm „wiederentdeckt“. Nach einem Zeitalter der Industrialisierung und der Gleichmacherei von Kaffees waren es ein paar zurückgelassene andersartige Sträucher, die irgendwann separat probiert wurden. Das Tassenprofil war dramatisch anders im Vergleich zu dem, was die Farm sonst produzierte. manantialesSüßer, cleaner und mit bestimmten komplexen Aromen. Der Geisha-„Hype“ war geboren. Die Preise für diese Arten von Kaffees gingen durch die Decke.

Geishas nur ein Hype?

Wir haben uns lange schwer damit getan, auf diesen Zug aufzuspringen. Das Profil ähnelt äthiopien Kaffees, und die gibt es schon für einen Bruchteil des Preises. Außerdem sind Geishas wesentlich volatiler von der Qualität her. Manche sind wirklich phänomenal, andere wiederum eher langweilig. Inzwischen gibt es sehr viele Farmen, die diese Art von Bäumen pflanzen und so ist das Angebot an Geishas recht hoch aktuell und die Kaffees werden erschwinglicher. Diese Kaffees sind ein extrem schönes Beispiel für Kaffees, die ein Microlots aufgrund ihres Profils in der Tasse und ihrer Qualität einen hohen Preis erzielen und damit dem Farmer ein kostbares Gut in die Hand geben.

manantialesDadurch dass die Kaffees nur von einer Varietät sind, sind sie in der Regel aber uniformer, einheitlicher als äthiopische Kaffees. Deshalb rösten sie sich gleichmäßiger und sind dadurch ausgewogener und süßer.
Außerdem hat der Kaffee Flavour! Er riecht und schmeckt nach Jasmin, Zitrus und leicht beerig.

Informationen:

  • Farm: Manantiales del Frontino
  • Location: Valle del Cauca, Kolumbien
  • Anbauhöhe: 1.500 bis 1.950m
  • Inhaber und Partner: Jorge Isaza, Maria Mercedes Grajales
  • Varietäten: Geisha und Castillo
  • Aufbereitung: gewaschen
  • Flavour Castillo: Karamellig, würzig, milchschokolade
  • Flavor Geisha: floral, zitrus, sehr süß und komplex