Besuch auf der Sawaki-Teeplantage in Japan 2016

Im Herbst diesen Jahres hatte Matthias das Privileg mit guten Freunden nach Japan zu fliegen und dort die Teeplantage von Nobuyoshi Sawaki in Uji in der Nähe von Kyoto in Japan anzuschauen.

Nach wie vor machen wir unseren Matcha und unseren Sencha mit Tee von dort. In der Rösterei und Online gibt es den Tee auch dosenweise für zu Hause.

Hier sind ein paar Impressionen und weiter unten der Link zum Artikel von vor Kurzem.

 

Matcha und Sencha von der Sawaki-Familie

Matcha und Sencha von der Sawaki-Familie

Schon seit längerer Zeit haben wir japanischen Matcha im Angebot. Neben anderen waren unsere ursprünglichen Motivationen dafür, dass wir etwas Besonderes im Bereich Tee machen wollten und eine Alternative zu Kaffee in Verbindung mit Soja-Getränk gesucht haben.

IMG_2995Hintergrund ist, dass Soja-Drink in Verbindung mit unseren Kaffees leicht gerinnt und dadurch eine puddingartige Konsistenz annimmt. Die Ursache dafür ist unsere helle Röstung, wodurch die Kaffees einen höheren Säureanteil behalten. Jetzt könnte man sagen: „röstet doch einfach dunkler!“ Aber zu unserer Philosophie gehört es, die Ursprungsaromen zu erhalten und Röstaromen zu vermeiden. Unser Produkt sind Terroir-Kaffees mit all ihren Aromen. Das ist das, wofür wir und unsere Gäste bezahlen. Das herauszurösten würde die Unterschiede zwischen Terroirs nivellieren und unsere Idee, den Charakter von Kaffees in die Tasse zu bringen, ad absurdum führen.

Unser Prana Chai und der besagte Matcha sind unsere Alternativen.

20151014111321Und jetzt kommt Terroir-Matcha?

Irgendwie musste es ja kommen, dass wir uns jetzt auch auf dem Gebiet etwas intensiver damit befassen. In unserem Freundeskreis hat sich eine Quelle für Matcha direkt aus Japan, um genau zu sein aus Wazuka, aufgetan. Wazuka ist eine kleine Stadt in der Präfektur Kyoto, die durch den Teeanbau geprägt und für die Produktion von Uji-Cha berühmt ist. DIeser gilt als einer der besten und begehrtesten Tees in Japan.

Dort in Wazuka liegt auch die Plantage der Familie Sawaki, die in der 4. Generation Tee produziert. Aktuell wird die Plantage von Nobuyoshi Sawaki geleitet. Insgesamt werden fünf Teesorten produziert:

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    Sencha

    Kabusecha – かぶせ茶
    Das ist sogenannter abgedeckter Tee, also eine Art Halbschattentee. Dieser wird mit Netzen abgedeckt, die nur ca. die Hälfte des Sonnenlichts hindurchlassen. Dadurch werden Lichtverhältnisse erreicht, die denen in der Wildnis ähneln. Der Tee wird wirkstoffhaltiger und aromatischer.

  • Sencha-Döschen
    Sencha-Döschen

    Sencha – 煎茶
    Sencha ist ein japanischer grüner Tee. Typischerweise wird er kurzzeitig mit heißem Dampf behandelt, um die Fermentation zu unterbinden. Dies steht im Gegensatz zu chinesichen Grüntees, die kurzzeitig bei bis zu 280° geröstet werden.

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    Hojicha

    Hojicha – 焙じ茶
    Hojicha bedeutet Rösttee. Durch das Rösten werden die Tees braun und schmecken anders als Grüntees normalerweise schmecken.

  • IMG_2959Genmaicha – 玄米茶
    Das ist ganz kurios, denn es ist Grüntee mit geröstete Reiskörnern. Er entstand durch eine Art Unfall und während der „Erfinder“ geköpft wurde, fand sein Henker, ein Samurai, Freude an dem Tee und er wurde in Japan populär. Er schmeckt leicht herzhaft und malzig.
  • Matcha – 抹茶
    Matcha wird nur aus den Spitzen von beschattetem Tee hergestellt. Um Stängel und Blattadern vom Blattgewebe zu lösen wird der Tee IMG_2800gedämpft und getrocknet. Die Einzelteile werden dann per Luftzug voneinander getrennt, und das Blattgewebe wird mit Granitmühlen so fein wie möglich gemahlen. Danach muss er schnell in Tütchen luftdicht verpackt werden, weil er wesentlich schneller altert als grobblättriger Tee.

Die Zubereitung von Matcha

IMG_2975Was Matcha so besonders macht ist nicht nur seine Herstellung, sondern auch die Zubereitung. Mit einem sogenannten Matcha-Besen werden ein wenig Pulver und heißes Wasser schaumig geschlagen.

IMG_2979Da wir noch eine milchige Masse dazu geben wollen, rühren wir den Matcha etwas pastöser an als normalerweise üblich, damit es am Ende nicht so wässrig wird. Dadurch erhalten wir eine Art „grünen Espresso“, in den wir ganz einfach Latte Art gießen können. Kurios, oder?

Wir freuen uns sehr über den Kontakt und der Matcha ist eine echte Bereicherung für uns.