Amkeni 2016 – Tansania

IMG_0602Es ist soweit. Der Amkeni 2016 ist bei uns angekommen!

Erster Direktimport – das zweite Jahr

Seit dem letzten Jahr beziehen wir mit dem Kaffee der Amkeni Coffee Group unseren ersten Direktimport im größeren Stil. Wir sind froh und erleichtert, dass wir das Projekt auch in diesem Jahr stemmen konnten.  „Amkeni 2016 – Tansania“ weiterlesen

Neuer Kaffee: Mulish – Äthiopien natural

IMG_2264Der Sasaba bekommt einen Nachfolger und zwar den Mulish. Zusammen mit dem neuen Knots sind sie unsere neues äthiopisches Duo.

Wie der Sasaba, so ist auch er ein Äthiopischer „natural“.
IMG_2294Die Aufbereitungsstation Mulish liegt in der Oromia-Region in der Guji-Zone Äthiopiens. Die nächstgelegene größere Stadt ist Shakiso und der Sub-Distrikt heißt Danbi/Uddo.
Die Station liegt auf ca. 1800-1950 Metern und wurde 2014 eingerichtet und es
werden dort IMG_2267Kaffeekirschen von ca. 850 lokalen Farmern aufgekauft, die durchschnittlich 2-5 Hektar bewirtschaften. Die Topographie ist hügelig und die Böden sind sehr fruchtbar. Die Ernteperiode ist von November bis Januar.

Nach der Ernte werden noch einmal unreife Kirschen aussortiert. Die ungewaschenen Kaffees werden ca. 15-18 Tage auf erhöhten Betten getrocknet.

Die Aromen sind eher etwas heller bei diesem Natural. Die typischen Blaubeernoten sind da, aber dazu gesellen sich Aromen von Passionsfrucht.

Steckbrief MulishAnbauland: Äthiopien

    • Anbauland: Äthiopien
    • Region: Oromia, Guji
    • Varietäten: gemischte einheimische (Heirloom)
    • Anbauhöhe: 1800m
    • Aufbereitungsmethode: natural / ungewaschen
    • Aromen: Passionsfrucht, rote Beeren

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Saisonaler Espresso MK2 2016

Die Saisonalität schlägt zu und wir ändern die Komponenten unseres Saisonalen Espresso.

Unser neuer Kaffee aus Brasilien ist von der Fazenda da Lagoa. Er ist dieses Mal ein natural und damit noch süßer, weniger fruchtig, dafür noch mehr in die schokoladige Richtung gehend. Damit es nicht zu sehr Überhand nimmt mit der Schokoladigkeit, machen wir das erste Mal systematisch einen Blend, und zwar mit unserem La Florida aus Peru, der dem ganzen eine leicht fruchtige, rosinige Note gibt, ohne gleich zu ausgefallen zu werden.

Neuer Kaffee: La Florida – Peru – Caturra, Typica, Bourbon – gewaschen

Wir haben einen neuen Kaffee, und zwar den von der CAC La Florida in Peru.

Im Jahre 1966 kam eine Gruppe von 50 Kleinbauern aus der Chanchamayo Region in Peru zusammen und gründete die Cooperativa Agraria Cafetalera La Florida (CAC La Florida), um lokale Zwischenhändler zu umgehen. Deren Bemühungen brachten dringend benötigte Bildung, Infrastruktur, Aufmerksamkeit und die Wiederherstellung der Umwelt in dieser angelegene Ecke des peruanischen Dschungels.

Seit ihrer Gründung wuchst die Organisation auf 1200 Mitglieder an. Dies begünstigt die Betonung der sozioökonomischen Entwicklung von deren Mitgliedern und des Umweltschutzes. Die Bildungsprogramme umfassen das Training von Mitgliedern, Workshops zur Kaffeeproduktion und Management-Seminare für die Jugend der Gemeinschaft. Dies schließt den Zugang zu Bibliotheken, Schulgärten und Uniformen ein. Die CAC La Florida glaubt, die Kinder seien die Zukunft der Kooperative und dass sie deshalb starke Führungskräfte ausbilden müssen, die in der Lage sind, Management Aufgaben zu übernehmen. 2010 begann CAC La Florida soziale Leistungsindikatoren zu entwickeln, anhand derer deren bestehenden Programme evaluiert und neue speziell auf den Bedarf der Mitglieder zugeschnittene entwickelt werden. Das Engagement CAC La Floridas für den Umweltschutz führte dazu, dass die Farmer darin geschult werden, wie man die Böden vor Erosion schützt, man dessen Feuchtigkeit erhält und seine Fruchtbarkeit wiederherstellt. Die Mitglieder glauben, dass dies für das Ökosystem notwendig sei, da es viele verschiedenen Spezies von Insekten, Vögeln und Tieren beheimatet.

Das Familienentwicklungskommittee der CAC La Florida konzentriert sich auf die Stärkung der Partizipation Frauen an den Produktionsaktivitäten. Darin wird ein wichtiger Schritt gesehen, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit in Familien zu erreichen.

CAC La Florida bietet finanzielle Hilfen für Mitglieder und deren Familien im Falle schwerwiegender Unfälle oder Gebrechen. Die Kooperative steht außerdem bei grundlegenden medizinischen Ausgaben zur Seite.

Für uns ist der Kaffee der Nachfolger der beiden Kaffees von Las Nubitas aus El Salvador, die ausgelaufen sind. Er hat dadurch, dass er nicht auf >1800m wächst, eine ausgewogene Säure. Durch die gewaschene Aufbereitung ist er dabei sehr sauber und klar. In der Tasse manifestiert sich das in einer hohen Süße mit vielen Karmellnoten und einem hohen Body. Die Säure erinnert an Rosinen. Der Kaffee ist nicht nur wunderbar als Filter ohne Aromen, die befremdlich sein könnten, sondern auch als „speziellerer“ Espresso, der nicht zu extrem ist.

  • Region: Selva Central
  • Anbauhöhe: ca. 1500m
  • Varietäten: Caturra, Typica, Bourbon
  • Ernteperioden: März bis September
  • Aufbereitungsmethoden: gewaschen, natural
  • Flavour Notes: viel Body, clean, süß, ausgewogene Säure

Matcha und Sencha von der Sawaki-Familie

Schon seit längerer Zeit haben wir japanischen Matcha im Angebot. Neben anderen waren unsere ursprünglichen Motivationen dafür, dass wir etwas Besonderes im Bereich Tee machen wollten und eine Alternative zu Kaffee in Verbindung mit Soja-Getränk gesucht haben.

IMG_2995Hintergrund ist, dass Soja-Drink in Verbindung mit unseren Kaffees leicht gerinnt und dadurch eine puddingartige Konsistenz annimmt. Die Ursache dafür ist unsere helle Röstung, wodurch die Kaffees einen höheren Säureanteil behalten. Jetzt könnte man sagen: „röstet doch einfach dunkler!“ Aber zu unserer Philosophie gehört es, die Ursprungsaromen zu erhalten und Röstaromen zu vermeiden. Unser Produkt sind Terroir-Kaffees mit all ihren Aromen. Das ist das, wofür wir und unsere Gäste bezahlen. Das herauszurösten würde die Unterschiede zwischen Terroirs nivellieren und unsere Idee, den Charakter von Kaffees in die Tasse zu bringen, ad absurdum führen.

Unser Prana Chai und der besagte Matcha sind unsere Alternativen.

20151014111321Und jetzt kommt Terroir-Matcha?

Irgendwie musste es ja kommen, dass wir uns jetzt auch auf dem Gebiet etwas intensiver damit befassen. In unserem Freundeskreis hat sich eine Quelle für Matcha direkt aus Japan, um genau zu sein aus Wazuka, aufgetan. Wazuka ist eine kleine Stadt in der Präfektur Kyoto, die durch den Teeanbau geprägt und für die Produktion von Uji-Cha berühmt ist. DIeser gilt als einer der besten und begehrtesten Tees in Japan.

Dort in Wazuka liegt auch die Plantage der Familie Sawaki, die in der 4. Generation Tee produziert. Aktuell wird die Plantage von Nobuyoshi Sawaki geleitet. Insgesamt werden fünf Teesorten produziert:

  • IMG_2981
    Sencha

    Kabusecha – かぶせ茶
    Das ist sogenannter abgedeckter Tee, also eine Art Halbschattentee. Dieser wird mit Netzen abgedeckt, die nur ca. die Hälfte des Sonnenlichts hindurchlassen. Dadurch werden Lichtverhältnisse erreicht, die denen in der Wildnis ähneln. Der Tee wird wirkstoffhaltiger und aromatischer.

  • Sencha-Döschen
    Sencha-Döschen

    Sencha – 煎茶
    Sencha ist ein japanischer grüner Tee. Typischerweise wird er kurzzeitig mit heißem Dampf behandelt, um die Fermentation zu unterbinden. Dies steht im Gegensatz zu chinesichen Grüntees, die kurzzeitig bei bis zu 280° geröstet werden.

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    Hojicha

    Hojicha – 焙じ茶
    Hojicha bedeutet Rösttee. Durch das Rösten werden die Tees braun und schmecken anders als Grüntees normalerweise schmecken.

  • IMG_2959Genmaicha – 玄米茶
    Das ist ganz kurios, denn es ist Grüntee mit geröstete Reiskörnern. Er entstand durch eine Art Unfall und während der „Erfinder“ geköpft wurde, fand sein Henker, ein Samurai, Freude an dem Tee und er wurde in Japan populär. Er schmeckt leicht herzhaft und malzig.
  • Matcha – 抹茶
    Matcha wird nur aus den Spitzen von beschattetem Tee hergestellt. Um Stängel und Blattadern vom Blattgewebe zu lösen wird der Tee IMG_2800gedämpft und getrocknet. Die Einzelteile werden dann per Luftzug voneinander getrennt, und das Blattgewebe wird mit Granitmühlen so fein wie möglich gemahlen. Danach muss er schnell in Tütchen luftdicht verpackt werden, weil er wesentlich schneller altert als grobblättriger Tee.

Die Zubereitung von Matcha

IMG_2975Was Matcha so besonders macht ist nicht nur seine Herstellung, sondern auch die Zubereitung. Mit einem sogenannten Matcha-Besen werden ein wenig Pulver und heißes Wasser schaumig geschlagen.

IMG_2979Da wir noch eine milchige Masse dazu geben wollen, rühren wir den Matcha etwas pastöser an als normalerweise üblich, damit es am Ende nicht so wässrig wird. Dadurch erhalten wir eine Art „grünen Espresso“, in den wir ganz einfach Latte Art gießen können. Kurios, oder?

Wir freuen uns sehr über den Kontakt und der Matcha ist eine echte Bereicherung für uns.

Neuer Kaffee: Sasaba – Äthiopien NATURAL – Return of the blueberries!

EthiopiaSasaba2Der neue natural aus Äthiopien ist da!

Er ist von der Sasaba-Kooperative aus Äthiopien und er beerbt den Schilcho!
Unser Importeur arbeitet mit Sasaba seit 2012 zusammen und erzählt über deren
Besuch an der Washing Station, dass das Standard-Vehikel dort (Land Cruiser) nicht durchkam, und sie auf Kamaz-Sowjet-Lastwägen mit 6-Rad-Antrieb umsteigen mussten.

Dies ist deshalb ein gutes Zeichen, weil in Anbauländern das ungeschriebene Gesetz gilt: je schlechter die Straßen, desto besser der Kaffee. Wenn man davon ausgeht, haben wir es als mit einem extrem guten Kaffee zu tun.

Die Station verfügt über ca. 350-400 Trocknungsbetten (was relativ viel ist). Die Naturals, also die trocken aufbereiteten Kaffees, liegen dort für ca. 15-20 Tage.Wir haben lange nach einem passenden neuen Natural gesucht. Am Ende sind Marcel und Matthias nach Göteborg geflogen, wo die World Coffee Events dieses Jahr stattfanden und wo auch alle Importeure Stände hatten. Dort wurden dann mindestens 15 äthiopische ungewaschene Kaffees probiert, von denen es der Sasaba geworden ist.
Er hatte mit am meisten beerige und fruchtige Noten, war zwar nicht der cleanste, aber das ist bei dieser Art Kaffee nicht wirklich so wichtig (im Gegensatz zu gewaschenen Kaffees). Trotzdem hat der Kaffee kaum Quaker, muss also wirklich sehr gut nachsortiert worden sein.

  • Anbauland: Äthiopien
  • Region: Oromia, Guji-Zone
  • Varietäten: gemischte einheimische (Heirloom)
  • Anbauhöhe: 1800m
  • Aufbereitungsmethode: natural / ungewaschen
  • Aromen: Blaubeere, Hopfen

Neuer Kaffee: Bokasso – Äthiopien, gewaschen

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Die Kaffees werden nach der Fermentation mit Rechen durchgerührt, bevor sie aus den Tanks abgelassen werden

Frische Ernten spülen ein paar neue Kaffees in unser bescheidenes Rohkaffeelager. Endlich haben wir einen Nachfolger für den allseits beliebten Knots Family, den wir in den letzten beiden Jahren hatten.

Unser neuer gewaschener Kaffee aus Äthiopien kommt von der Kooperative Bokasso. Das lustige dabei ist: Matthias war im Dezember zur Erntezeit vor Ort! Mehr Details zu seinem Trip kommen in Kürze. „Neuer Kaffee: Bokasso – Äthiopien, gewaschen“ weiterlesen

Neue Kaffees: Las Nubitas – El Salvador – washed und honey processed

Wir haben Volcan St Ana Nubitas View Harvest Nubitas 2 Nubitas Looking Up at Volcan St Anazwei neue Kaffees von der selben Farm. Die beiden sind nur unterschiedlich aufbereitet. Ein Novum bei uns, aber gleichzeitig ist es genau nach unserer Idee, wenn wir einzelne Schritte bei der Herstellung der Kaffees isolieren.

Die Farm heißt Las Nubitas, und sie gehört Frederico Batlle. Rodolfo,  Sie nahm 2004 an der Cup-of-Excellence-Programm teil und errang dort den dritten Platz. Sie gehört mittlerweile zu einer größeren Farm, die Las Nubes genannt wird. Las Nubitas ist gleichzeitg mit 1600-1650m der höchst gelegene Teil der Farm und ganz in der Nähe des Kraters des Santa Ana Vulkans. Dadurch erklärt sich womöglich die phosphorische Säure, die man in einigen Jahren wahrnehmen kann.

Die Varietäten, die auf Las Nubes kulitivert werden, sind Red, Yellow und Orange Bourbon, Typica, Kenya und Pacamara. Die beiden Las-Nubitas-Lots, die wir haben bestehen aus Red Bourbon.

Auf der Farm arbeiten ca. 20 Personen dauerhaft, von denen die meisten kleinere Länderen besitzen, aus denen Micro-Lots hervorgehen. Zur Erntezeit kommen saisonale Arbeiter dazu.

Was unterscheidet die beiden Kaffees voneinander?

Der gewaschene Kaffee

Dies ist „relativ“ simpel. Der Kaffee wird entpulpt, aber Rodolfo hat einen modernen Ecopulper von der kolumbianischen Firma Penagos. Danach wird der Kaffee trocken fermentiert, bevor er in sauberem Wasser gewaschen wird. Das Ergebnis ist sehr sauber, mit einer klaren Fruchtsäure, die uns an Brombeeren erinnter. Außerdem hat er eine interessante Trockenheit und eine Süße, die an Ahornsirup erinnern.

Der Honey Process

Bei dieser Methode wird der Kaffee in kleinen Entpulpern entpulpt. Anschließend wird er für 2 Tage auf einen Patio gelegt. Dort ist er leichter zu wenden. Wenn die Mucilage trocken ist, wird er 2 Wochen lang auf erhöhte schattige Betten gelegt. Das Ergebnis ist süßer, körperreicher und mit einer reduzierteren Säure. Uns erinnert er an Rote Johannisbeeren, Apfel und Kandis.

  • Anbauland: El Salvador
  • Region Santa Ana Vulkan
  • Farm La Nubitas
  • Inhaber: Frederico Batlle
  • Anbauhöhe: ca. 1600m
  • Varietät: Red Bourbon
  • Aufbereitung: 1. gewaschen, 2. honey processed

Neuer Kaffee: Daterra – Mundo Novo – Brasilien

IMG_2376Der neue Brasil ist da. Der Fazenda Passeio und der Lagoa Formosa werden abgelöst und wir konzentrieren uns auf einen einzigen Kaffee aus Brasilien, den wir als Espresso verwenden, der den Weg in die Welt Terroir-Kaffees ebnet und eine Brücke aus der traditionellen Schule schlägt.

Die Daterra Farm ist eine der prominentesten und progressivsten Farmen in Brasilien. Die Inhaber haben sich recht früh auf die Erforschung von Kaffee im Hinblick auf Nachhaltigkeit und  dessen hohe Qualität konzentriert.

Miguel Paschoal kam 1902 als elfjähriger Junge von Italien nach Brasilien. 1908 startete er sein erstes Business – ähnlich wie wir genau 100 Jahre später – und verkaufte auf dem Markt in Campinas tassenweise.

Als das Geschäft und das Kundenvertrauen wuchsen, eröffnete Miguel zuerst ein Lebensmittelgeschäft und dann eine Tankstelle. Eines Tages wurde die Tankstelle verkauft und die erste KFZ-Werkstatt der Stadt eröffnet, woraus die Dpaschoal-Kette entstand.

1980 begann die Firma in die Lebensmittelwirtschaft zu investieren, und im Jahr 1984 flossen alle Investitionen in der Gegend in die Produktion von nachhaltigen und speziellen Kaffees, was in gewisser Weise eine Rückkehr zum Ursprung des Familiengeschäfts bedeutete.

Besondere Bekanntheit in der Spezialitätenkaffee-Branche erlangte Daterra sicherlich dadurch, dass einige Barista-Weltmeister deren Kaffees benutzten und damit gewannen. Zuvor war die Farm Cup-of-Excellece-Finalist.

Die Plantagen liegen in der Cerrado-Region (Minas Gerais) und in der Mogiana-Region (São Paulo). Daterra verfügt über 3250 ha Naturschutzgebiet, 14000 Tonnen organischen Kompost und ingesamt 15.000.000 (fünfzehn millionen!
IMG_2375) Kaffeesträucher.

Wir finden, dass er die typischen Eigenschaften von brasiliansichen kaffees mitbringt, also wenig Säure, eher Schokoladige Aromen, aber gleichzeitig auch N15oten von Macadamia und Steinfrüchten.