Amkeni 2016 – Tansania

IMG_0602Es ist soweit. Der Amkeni 2016 ist bei uns angekommen!

Erster Direktimport – das zweite Jahr

Seit dem letzten Jahr beziehen wir mit dem Kaffee der Amkeni Coffee Group unseren ersten Direktimport im größeren Stil. Wir sind froh und erleichtert, dass wir das Projekt auch in diesem Jahr stemmen konnten. 

Erfolgreiches erstes Jahr für Amkeni

Der Kaffee hat im letzten Jahr eine beeindruckende Reise hingelegt. Schnell avancierte er zu einem unserer beliebtesten Kaffees und erlangte sowohl in Deutschland als auch international begeistertes Feedback. Zudem kam er bei verschiedenen Meisterschaften in Einsatz: Jörn Gorzolla von Nord Coast wurde damit deutscher Karlsbader-Kannen-Cup-Meister (und damit Weltmeister). Matthias belegte mit dem Amkeni den vierten Platz beim deutschen Brewers Cup 2015.

Wir wussten aber auch, dass wir noch einige Herausforderungen würden annehmen müssen, um die Qualität zu steigern und die Abläufe zu verbessern.

Der zweite Anlauf

IMG_0498Qualität vs Quantität?

Obwohl wir schon im letzen Jahr den Kaffee direkt gekauft hatten, hatten wir in diesem Jahr einigen Respekt vor der Aufgabe. Hintergrund war vor allem, dass wir in diesem Jahr eine fast doppelt so große Ernte erwarteten, bzw. Amkeni zusätzlich zu den bestehenden 40 Farmern von wesentlich mehr Farmern im Umland Kirschen eingekauft und verarbeitet hat. Für uns stellte sich die Frage, wie die Qualität der Ernte werden würde und ob sich die Qualität in der Tasse einfach skalieren lassen würde. Unsere Möglichkeiten darauf Einfluss zu nehmen, waren recht beschränkt, was wir hoffentlich bei kommenden Ernten werden ändern können.

Amkeni Vortrocknung im SchattenDennoch ist die Qualität der Produktion in der Region im Allgemeinen und bei Amkeni im besonderen außergewöhnlich hoch. Ein Beispiel ist die Vortrocknung des gewaschenen Parchments im Schatten, bevor es auf die der Sonne exponierten erhöhten Betten kommen.

Was wir für dieses Jahr erreicht haben, war die Verpackung in modernen Grain Pro Säcken, die für Spezialitätenkaffees Standard geworden sind. Auf diese Weise wird nicht nur der Kaffee für Umwelteinflüssen geschützt, sondern auch der besonderen Güte des Kaffees Rechnung getragen

 

IMG_0705Weiterverkauf

 

Eine der entscheidenden Fragen war, wie wir den Kaffee würden verwenden können? Im letzten Jahr haben wir knapp 20 Sack für den eigenen Bedarf behalten und den Rest an andere Röster verkauft, die ebenfalls Gefallen an dem Kaffee gefunden haben. Das waren die Röstbar in Münster und Black Delight, Less Political, Nord Coast und Playground in Hamburg. In diesem Jahr steht fast die dreifache Menge verkaufen oder sehr viel mehr davon selbst verbrauchen.

Ab sofort gilt also: request a sample!

Höhere Preise

In diesem Jahr war klar, dass der Preis für Amkeni steigen würde. Um wieviel, darum haben wir lange gerungen, ohne wirklich gefeilscht zu haben. Aber die Kosten waren für uns anfangs nicht ganz transparent. Wir sind nicht lokal verwurzelt und kennen die Kaffeeverkaufsstukturen, die dort herrschen nicht. Das meiste hin und her ging deshalb darum, die Kosten zu benennen und herauszufinden an welchen Knoten Kosten in welcher Höhe entstehen. Unabhängig davon stand aber vor allem das Ziel im Vordergrund, mehr an die Farmer auszuzahlen, weshalb der Preis in diesem Jahr auch ein wenig höher ist.

Dilemma

Wer kauft den Kaffee zum höheren Preis? Hinzu kam, dass wir dieses Jahr recht spät dran waren mit den Proben und nur ein limitiertes Kontingent davon hatten. Verständlicherweise ließen einige Röster ihr Commitment fallen. Trotzdem haben wir das Projekt realisieren können, und können gleichzeitig noch den ein oder anderen Sack veräußern.

Über Amkeni

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Die Amkeni Coffee Group ist in de Lole Road in Mwika beheimatet. Die Stadt liegt in der Nähe der größeren Stadt Marangu direkt am Fuße des Kilimanjaro und an der Grenze zu Kenia. Der Kaffee wächst auf ca. 1800 Metern auf den mineralischen Böden des Vulkans. Die Varietät ist Bourbon.

21b47b4bd9e152a7f4520c5828283cb3Nach der Ernte wird der Kaffee gewaschen aufbereitet, also entpulpt und für ca. 48 Stunden in Fermentationstanks eingelegt. Danach wird er zunächst überdacht vorgetrocknet und dann auf afrikanischen Betten final getrocknet.

Alle diese Faktoren führen dazu, dass der Kaffee für einen Kaffee aus Tansania sehr komplexe Aromen hat und an Kaffees aus Kenia erinnert. Allerdings hat er mehr Süße und Körper, was unter anderem mit der Varietät (Bourbon) zusammenhängen dürfte.

Tassenprofil
  • Aroma: Rhabarber
  • Säure: frisch, ausgeprägt, rein
  • Süße: Toffee, vanille
  • Körper: mittel bis hoch und weich
  • Nachgeschmack: anhaltend, frisch
Kurzprofil
  • Anbauland: Tansania
  • Stadt: Moshi
  • Produzent: Amkeni Coffee Group
  • Varietät: Bourbon
  • Aufbereitung: gewaschen
  • Anzahl der Bauern: 40
  • Anbauhöhe: ca. 1800m