Hopong - die Geschichte des Kaffeeanbaus


Hopong, der Ort in dem diese besonderen Kaffeebohnen aufbereitet werden liegt im Taunggy District des südlichen Shan Staates. Das Dorf liegt in einer autonomen Zone der Pa-O Gemeinschaft und hat eine bewegende Kaffeegeschichte hinter sich.
Der Kaffeeanbau geht Jahrzehnte zurück, doch schwankende Ernten und geringe Einnahmen minderten den Attraktivitätsgrad  der Produktes Kaffee. Das schwindende Interesse der Farmer an Kaffee schaffte Platz für ein anderes landwirtschaftliches Produkt, welches stabilere Einkommen versprach. Cheerot, eine Erzeugnis, dass in Myanmar für Zigarren genutzt wird, ersetzte die Kaffeepflanzen, doch auch hier setzte keine ökonomische Besserung ein. Ein neues Cashcrop wurde gesucht und im Schlafmohn gefunden. Der Anbau von Schlafmohn ist illegal in Myanmar, doch die Farmer bekamen von den Drogenbaronen mehr Geld, als durch Kaffeebohnen und Cheerot zuvor. Aus Schlafmohn kann Opium gewonnen werden, doch die Illegalität birgt zahlreiche Gefahren für die Kaffeefarmer. Sie sahen sich in einem Machtkampf zwischen Drogenbaronen und Regierungen gefangen und Repressionen und Ausbeutungen waren schnell an der Tagesordnung. Ein Ausweg schien zunächst schwierig realisierbar, auf Grund fehlender Alternativen. Doch im Jahr 2014 sprang das United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) ein. 
Mit dem Beginn des „Crop Replacement Program“ startete eine Erfolgsstory für Spezialitätenkaffees in Hopong. Nicht umsonst gilt das Projekt als eines der Erfolgreichsten des UNODC. In dem Projekt werden Farmer mit Kaffeepflanzen ausgestattet, mit technischem Training versorgt und Wege zu höherer Produktivität aufgezeigt.
Durch das UNODC Program, wurden in Hopong im Durchschnitt 2.300 Pflanzen pro Haushalt in den Jahren 2014 und 2015 angepflanzt. Die Farmer in Hopong (in der Hopong Cooperative organsiert) kauften die Pflanzen von der, ebenso vom UNODC geschaffenen Green Gold Farmer Cooperative. Die Qualität der Pflanzen von Green Gold ist jedoch recht niedrig, wodurch die Gewinne der Farmer zunächst gering waren und die Produkte auf dem lokalen Markt verkauft wurden.
Der Einstieg in die Spezialitätenkaffeebranche der Hopong Cooperative, geschah zufällig. Durch die sozialen Medien erfuhren die Farmer von einer anderen Region in Myanmar, wo Spezialitätenkaffees trocken aufbereitet wurden. Diese Gemeinschaft erfuhr durch die USAID viel Training und lernte die Produktivität von Kaffeekirschen zu steigern und erreichte ein neues Qualitätsniveau. Die Farmer in Hopong realisierten, dass es ein internationales Interesse an Spezialitätenkaffees gibt und Importeure, Kaffeeröstereien und Kunden bereit sind für hohe Qualität höhere Preise zu bezahlen.
Die Farmer aus Hopong suchten den Kontakt zu Winrock International, einer NGO, die Spezialitätenkaffees in der Gegend fördert und bei der Transformation zum Spezialitätenkaffeeanbau behilflich ist. Winrock konnte durch begrenzte finanzielle Möglichkeiten den Farmern in Hopong nicht komplett helfen, aber vermittelte ein Training bei einer Kaffeefarm, auf der Spezialitätenkaffees angebaut werden. Das gemeinsame Training dauerte mehrere Wochen und voller neuer Ideen kehrten die Farmer zurück nach Hopong. 
Die ersten sechs Kaffeesäcke von hochwertigen Naturals wurden aufbereitet und erlangten internationales Renommee.
Spezialitätenkaffees sind die Zukunftsversprechen für zukünftige Generationen in Hopong. Die hohen Prämien für außergewöhnliche Qualität ist so attraktiv, dass Mohn kaum noch angebaut wird in der Gegend.