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Geschichte & Anbau

In Kenia beginnt die Geschichte des Kaffeeanbaus erst Ende des 19. Jahrhunderts. Eingeführt wurde die erste Kaffeepflanze wohl von Großbritannien während der britischen Besetzungszeit. Zunächst entstanden große Farmen rund um Nairobi, die ausschließlich von Brit*innen betrieben wurden. Erst nach 1960, als Kenia wieder unabhängig wurde, fingen die Kenianer*innen selbst an auf kleinen Farmen Kaffee anzubauen und entwickeln hier bis heute einen der feinsten und höchstqualitativen Kaffees der Welt. 

Während die Kenianer*innen selbst mehr Tee als Kaffee trinken, was den Grund eben in der sehr jungen Kaffeekultur hat, werden die Kaffees, die aus Kenia kommen, weltweit als eine der besten Kaffees überhaupt bezeichnet. In Kenia wird ausschließlich Arabica Kaffee angebaut. Robusta finden wir hier nicht.

Jährlich produziert Kenia circa 800.000 Säcke an Rohkaffee. Das Nachbarland Äthiopien produziert im Vergleich dazu etwa 6 Millionen Säcke.

Qualität & Geschmack

Der Kaffee aus Kenia zeichnet sich durch eine besondere Komplexität und einen vollen Körper aus. Die bekanntesten Sorten sind SL ("Scott Laboratory") 28 und SL34 - beides Bourbon-Sorten - die den unverwechselbaren Körper und die besonderen beerigen und manchmal auch blumigen Noten verleihen, für die kenianischer Kaffee so bekannt ist. 

Typische Geschmäcker, die wir im kenianischen Kaffee finden, sind Brombeere und Johannisbeere, oder auch Hibiskus und Rhabarber.

Anbau & Ernte

Unser neuester Kaffee aus Kenia ist der Karuthi (zum Probieren direkt hier entlang). Er stammt aus der Region Nyeri, die im zentralen Hochland Kenias liegt. Das zentrale wie auch das westliche Hochland Kenias zeichnen sich durch ein ausgewogenes Klima aus. Ausgewogene Niederschläge und Temperaturen haben hier einen sehr guten Einfluss auf die sensible Kaffeepflanze. Der Boden in diesen Regionen ist aus vulkanischem Gestein und weist eine hohe Anreicherung mit Phosphor auf. Diese Bedingungen wirken sich sehr positiv auf die anspruchsvolle Arabica-Bohne aus, und unterstützen die Bildung des besonderen Aromas sowie eine ausgeprägte Säurekultur. 

In der Region Nyeri, sowie insgesamt rund um den Mount Kenya, wird der Kaffee auf kleinen Farmen angebaut. Die Farmer*innen schließen sich hier in Kooperativen zusammen, und verarbeiten den Kaffee an ausgewählten Stationen, den sog. „washing stations“. Die Verarbeitung erfolgt hier ausschließlich als gewaschener Kaffee („washed“). Die Ernte ausschließlich per Hand. Dies ist ein weiteres Qualitätsmerkmal des einzigartigen kenianischen Kaffees.

long miles coffee project coffee Kenya

Kaffeehandel in Kenia

Der Kaffeehandel in Kenia erfolgt zu etwa 70-80% über Auktionen in Nairobi, der Hauptstadt des Landes. Diese sog. Kaffeebörse erlaubt es den kleineren Farmer*innen, den Verhandlungen direkt beizuwohnen und transparente Einsicht in die Preisfindung zu erhalten. Die Käufer*innen können im Vorfeld der Auktion Samples der Kaffees anfordern und die Qualität so vorab prüfen. Der Nachteil liegt in diesem Prozess darin, dass eine direkte und nachhaltige Beziehung mit den Farmer*innen nicht hergestellt werden kann. Außerdem wird kritisiert, dass durch die Vielzahl an Beteiligten im Prozess, die zwischen Farm und Importeur*innen stehen, ein Großteil des Preises nicht an die Farmer*innen, sondern an Zwischenhändler*innen geht.

Heute werden etwa 20-30% des Kaffees aus Kenia direkt gehandelt. 2006 wurde dafür in Kenia das sog. „Second Window“ definiert, was es erlaubt, den Kaffee als Rösterei oder Rohkaffeeimporteur direkt von einer Kooperative oder Farm zu kaufen. Bis dahin war die Nutzung der Auktionsplattform obligatorisch.

Unser Kaffee aus Kenia

Bei Hoppenworth & Ploch legen wir sehr großen Wert auf eine direkte und nachhaltige Beziehung zu den Farmen und uns ist es wichtig, dass das Geld für den Kaffee auch bei den Farmer*innen ankommt.

Deswegen beziehen wir unseren Kaffee ausschließlich über den direkten Handel, bei dem uns ausgewählte Importeure unterstützen. Unser neuer Karuthi Kaffee stammt aus dem Long Miles Coffee Project, das sich bereits in Burundi einen Namen gemacht hat. 

Das Projekt hat die Vision, den direkten Absatzmarkt für kenianischen Kaffee und damit die Beziehungen zwischen den Farmer*innen und internationalen Händler*innen, zu stärken. Das Projekt verfolgt außerdem die Mission, durch die Einführung von Qualitätskontrollen und -standards, die speziell für den kenianischen Anbau und die Verarbeitung entwickelt werden, die Nachhaltigkeit in Produktion und Entwicklung zu verbessern und die Farmer*innen dabei zu unterstützen langfristige Planungen und Wirtschaftlichkeit ihres Anbaus sicherstellen zu können.

Der Karuthi Kaffee überzeugt durch viel Süße und Spitzigkeit und erinnert im Geschmack an süße Johannisbeere. Als Filter oder Espresso ist das Geschmackserlebnis einzigartig und verkörpert all das, was kenianischen Kaffee so besonders macht. Viel Spaß beim Probieren!

//// English Version ///

 

History & Cultivation

In Kenya, the history of coffee cultivation only begins at the end of the 19th century. The first coffee plant was probably introduced by the British during the British occupation. Initially, large farms were established around Nairobi, which were run exclusively by the British. It was only after 1960, when Kenya became independent again, that the Kenyans themselves began to grow coffee on small farms and still develop one of the finest and highest quality coffees in the world.

While Kenyans themselves drink more tea than coffee, which is precisely due to the very young coffee culture, the coffees that come from Kenya are described worldwide as some of the best coffees around. Only Arabica coffee is grown in Kenya. We do not find Robusta here.

Kenya produces about 800,000 bags of green coffee annually. In comparison, the neighbouring country Ethiopia produces about 6 million bags.

Quality & Taste

Kenyan coffee is characterised by a particular complexity and full body. The best-known varieties are SL ("Scott Laboratory") 28 and SL34 - both bourbon varieties - which give the distinctive body and the special berry and sometimes floral notes for which Kenyan coffee is so well known.

Typical flavours we find in Kenyan coffee are blackberry and currant, or hibiscus and rhubarb.

Cultivation & Harvest

Our latest coffee from Kenya is Karuthi (to try it directly this way). It comes from the Nyeri region, which is located in the central highlands of Kenya. Both the central and western highlands of Kenya are characterised by a balanced climate. Balanced rainfall and temperatures here have a very good influence on the sensitive coffee plant. The soil in these regions is made of volcanic rock and is highly enriched with phosphorus. These conditions have a very positive effect on the demanding Arabica bean, and support the formation of the special aroma as well as a distinct acid culture.

In the Nyeri region, as well as around Mount Kenya, coffee is grown on small farms. The farmers join together in cooperatives and process the coffee at selected stations, the so-called "washing stations". The coffee is processed exclusively as washed coffee. Harvesting is done exclusively by hand. This is another quality feature of the unique Kenyan coffee.

long miles coffee project coffee Kenya

Coffee trade in Kenya

About 70-80% of the coffee trade in Kenya is done through auctions in Nairobi, the country's capital. This so-called coffee exchange allows the smaller farmers to attend the negotiations directly and to have transparent insight into the pricing. Buyers can request samples of the coffees in advance of the auction and thus check the quality in advance. The disadvantage of this process is that a direct and sustainable relationship with the farmers cannot be established. Furthermore, it is criticised that due to the large number of participants in the process, who stand between the farm and the importer, a large part of the price does not go to the farmers, but to middlemen.

Today, about 20-30% of coffee from Kenya is traded directly. In 2006, the so-called "Second Window" was defined for this purpose in Kenya, which allows roasters or green coffee importers to buy coffee directly from a cooperative or farm. Until then, the use of the auction platform was obligatory.

Our coffee from Kenya

At Hoppenworth & Ploch we attach great importance to a direct and sustainable relationship with the farms and it is important to us that the money for the coffee reaches the farmers.

That's why we source our coffee exclusively through direct trade, with the support of selected importers. Our new Karuthi coffee comes from the Long Miles Coffee Project, which has already made a name for itself in Burundi.

The project's vision is to strengthen the direct market for Kenyan coffee and thus the relationship between farmers and international traders. The project also pursues the mission of improving sustainability in production and development by introducing quality controls and standards that are specifically developed for Kenyan cultivation and processing, and to support farmers in ensuring long-term planning and profitability of their cultivation.

The Karuthi coffee convinces with a lot of sweetness and spiciness and reminds in taste of sweet currant. As a filter or espresso, the taste experience is unique and embodies everything that makes Kenyan coffee so special. Have fun trying it!



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